Lagerung von Käse

Durch falsche Lagerung kann Käse schnell an Qualität einbüßen. Die besten Lagerbedingungen findet das Produkt beim Affineur, der für die Reifung und Verfeinerung von Käse optimal ausgerüstet ist. Eine sachgerechte Aufbewahrung des empfindlichen Naturprodukts ist aber auch zuhause möglich und wichtig, weil sich Käse im Laufe seiner Lagerung verändert und weiter reift. Um seine Qualität und die typischen Aromen zu erhalten, ist eine konstante Temperatur zwischen zehn und 15° Celsius empfehlenswert. Sollte der Käse seine gewünschte Reifestufe noch nicht erreicht haben, kann man sie durch wärmere Temperaturen unterstützen. Kühlere Temperaturen mit sechs bis acht Grad eignen sich, um den Reifeprozess zu verzögern. Eine Lagerung unter sechs Grad ist nicht ratsam, denn so wird die Aromenausbildung ungünstig beeinflusst. Lediglich Frischkäse sollten in einer Umgebung von vier bis sechs Grad aufbewahrt werden.


Sehr aromatische Käsesorten, etwa mit Rotschmiere, sollten grundsätzlich getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden. Geöffnete Verpackungen lassen Käse im Kühlschrank austrocknen, zudem gehen Aromen verloren.


Am besten verpackt man jedes Käsestück für sich alleine, damit sich Aromen und Flora der Käsesorten nicht vermischen. Die Verpackung sollte nicht luftdicht sein, damit der Käse atmen kann. Spezielle Käseeinschlagpapiere, Klarsichtfolien mit kleinen Löchern oder Käseboxen sind im Handel erhältlich. Ganze Käsestücke kann man so mehrere Wochen lagern, einzelne Käsescheiben oder Frischkäse sollten innerhalb einer Woche verbraucht werden.


Tontöpfe sind gut geeignet, um Hartkäse aufzubewahren. Sie lassen sich beispielsweise im Backofen auf 220° Grad erhitzen, wobei Schimmelpilzsporen und gesundheitsschädigender Fremdschimmel abgetötet werden. Ideal für die Lagerung im Kühlschrank sind auch feuchte Tücher, die das Austrocknen verhindern.
Günstig ist, den Käse etwa eine Stunde vor dem Verzehr aus der Kühlung zu nehmen, denn er entfaltet sein optimales Aroma erst ab etwa 16° Celsius.