Wissenswertes zum Thema Fisch

Wer ist den meisten Fisch? Welcher schmeckt den Deutschen? Welche Besonderheiten gibt es?

Als Weltmeister im Fischverbrauch dürfen sich Portugal und Island bezeichnen. Dort kamen laut einer Statistik aus dem Jahr 2009 auf jeden Einwohner pro Jahr rund 90 kg Fisch. Auf dem zweiten Rang kamen Norwegen und Japan, wo Fisch mit 70 kg pro Kopf ebenfalls als Grundnahrungsmittel angesehen wird. Der Weltdurchschnitt liegt bei 18,5 kg pro Person. In dieser Hinsicht darf Deutschland sich ebenso wie seine Nachbarn Niederlande und Österreich als „durchschnittlich“ betrachten. Die Menge von 16 kg, die der Durchschnittsbundesbürger verbraucht, gilt als steigerungsfähig.

Seefisch steht ganz oben in der Gunst der deutschen Konsumenten. Gut zwei Drittel stammen aus den Ozeanen, ergab eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes. Während in den meisten Inselstaaten viel frischer Fisch auf den Markt kommt, ist rund ein Drittel des hierzulande vermarkteten Fisches tiefgefroren, bevor er in Haushalt und Gastronomie Topf, Pfanne oder Grill als letzte Station vor dem Verzehr erreicht.

Insgesamt landeten im Jahr 2012 rund 2,2 Mio. Tonnen Fisch und Meeresfrüchte (Fanggewicht) auf den Tellern in Deutschland. Seefischprodukte machen mit 10,1 kg pro Kopf zwei Drittel des Verbrauches aus. Die meisten Fische und Fischereierzeugnisse waren tiefgekühlt, es folgen in der Beliebtheit Konserven (Dose und Glas) sowie Marinaden, Frisch- und Räucherfisch.

Am besten schmeckt den Deutschen Alaska-Seelachs (26%), es folgen Hering (18,1%) und Lachs (15%). Thunfisch (10,9%), Pangasius und Welse (3,5%) sowie Forellen (3,4%) und Kabeljau (2,2%) sind ebenfalls beliebt. Rotbarsch, Sardinen, Zander und Seeteufel sind hierzulande im Alltag weniger gefragt. Vor allem in der Osterwoche und vor Feiertagen nimmt die Nachfrage bei höherpreisigen Sorten zu.

Nährwert und Geschmack der Fische werden nicht unwesentlich von deren Fettgehalt geprägt. Die Bandbreite unter den Speisefischen ist dabei recht groß. Während Seelachs und Kabeljau mit 0,7 und 0,8% Fettgehalt zu den magersten Fischen zählen dürfen, repräsentieren Seezunge, Forelle, Felchen sowie Steinbutt mit rund 3% Fettgehalt den Mittelwert in der fettarmen Kategorie, in der ein Karpfen mit 5% Fettanteil bereits die Obergrenze markiert. Aal und Hering führen die fettreichen Fische mit jeweils 18 bis 25% Fettanteil an. Auch der Lachs bringt es auf 18 bis 21% Fettgehalt. Mit 15 bis 21% Fettanteil sorgen auch Thunfisch, schwarzer Heilbutt, Matjes und Makrele beim Verzehr für ein großes Maß an Kaloriengehalt und Sättigungsleistung.