Biersorten

Pils

Erfunden wurde das Bier nach Pilsener Brauart von einem bayrischen Braumeister, den man im Jahr 1842 in die böhmische Stadt Pilsen berief, um ein gutes, untergäriges Bier nach bayrischer Art zu brauen. Anstelle der in Bayern verbreiteten, dunklen Variante kreierte Josef Groll ein helles Pendant. Die speziellen Rohstoffe prägten bereits damals den Charakter des Bieres: böhmische Braugerste, Saazer Hopfen und das eisenhaltige Pilsner Wasser, das Groll über eine Weißdornhecke rieseln ließ, um den unerwünschten, hohen Eisengehalt zu reduzieren. Die Beschaffenheit des Brauwassers spielt eine entscheidende Rolle für die Herstellung von Pilsbieren. Es sollte über einen sehr niedrigen Härtegrad verfügen.
Mit der Erfindung der industriellen Kühlung in der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte die Biersorte in großem Stil erzeugt werden, denn untergärige Biere werden bei Temperaturen zwischen vier und neun Grad Celsius hergestellt.
Heute braut man rund zwei Drittel der deutschen Biere nach Pilsener Brauart.
Farbe: hellgelb bis goldgelb
Geschmack: herb, feine bis kräftige Bitternoten, Hopfenaromen, spritzig, erfrischend
Brauart: untergärig
Stammwürze: 11 – 12 %
Alkoholgehalt: zirka 5 Vol.-%
Optimale Trinktemperatur: 8° Celsius
Speisen: Meeresfrüchte und Fisch, Geflügel, würzige Käsesorten

Helles Lagerbier / Export

Die Bezeichnungen Export und Lager geben Auskunft über den ursprünglichen Verwendungszweck dieser Biere. Sie wurden erzeugt für den Versand in weiter entlegene Orte oder den Export ins Ausland. Um sie für den langen Transport haltbar zu machen, braute man sie stärker ein. Nach ihrer Ankunft am Zielort wurden sie mit Wasser verdünnt, um sie auf die gewünschte Trinkstärke anzupassen.
Nach der Bierverordnung werden beide Biere nach folgenden Kriterien unterschieden: Lager ist ein helles Vollbier mit geringerer Bittere und einem Stammwürzegehalt um elf, maximal zwölf Prozent. Exportbiere haben in der Regel einen Stammwürzegehalt von zirka 12,5 Prozent und sind damit auch malzbetonter. Es gibt jeweils eine helle und dunkle Variante von Lager und Exportbieren.
Traditionell findet man Lagerbiere bis heute vor allem in den südlichen Regionen Deutschlands, in Baden-Württemberg und Bayern. Gerade in den schneereichen Gegenden und den Ausläufern der Alpen herrschten im Winter die für die Herstellung von untergärigen Bieren notwendigen Temperaturen. Im Sommer lagerte und reifte das Bier in Felsstollen und wurde im Herbst ausgeschenkt.
Farbe: hell-goldgelb und blank 
Geschmack: kräftig und malzaromatisch, dezente Süße
Brauart: untergärig
Stammwürze: 11 – 12 % (Lager); ab 12 % (Export)
Alkoholgehalt: 4,6 – 5,6 Vol.-%
Optimale Trinktemperatur: 8° Celsius
Speisen: Leichtere Gerichte, Salate, Meeresfrüchte, Bayrische Weißwurst, milde Käsesorten

Hefeweizen/Kristallweizen

Weizenbier ist ein obergäriges Bier, das in Deutschland mindestens zur Hälfte aus Weizenmalz hergestellt werden muss, den restlichen Anteil stellt Gerste. Am Ende des Gärungsprozesses steigt die Hefe an die Oberfläche.
Obergärige Biere werden seit Jahrtausenden gebraut, denn für die Herstellung kommt man ohne Kühlung aus. Die obergärige Hefe und die wärmeren Gärtemperaturen führen zu einer vermehrten Bildung von Estern und höheren Alkoholen, die den Bieren ein besonders fruchtiges Aroma verleiht. Weizenbiere reifen meist auf der Flasche.
Die Vielfalt bayerischer Weizenbiere ist einzigartig: Über 1000 Marken, die lokal oder regional geprägt sind, werden jedes Jahr gebraut. Die Palette der angebotenen Sorten reicht von hell oder dunkel, naturtrüb oder klar bis zu leicht oder alkoholfrei. In den 1960er Jahre schenkte man nahezu ausschließlich das klare Kristallweizen aus, für dessen Herstellung man Hefe und Schwebstoffe nach der Gärung herausfiltert. Die beliebte Hefetrübung zählt zu den Trends der Gegenwart. Heute wird Weizenbier größtenteils als helles oder dunkles Hefeweizen nachgefragt.
Es gibt zudem Weizenstarkbiere mit einem Stammwürzegehalt bis zu 20 Prozent und einem Alkoholgehalt über acht Prozent. Die Farbe des Weißbieres ist abhängig von der Art des Malzes.
Farbe: hellgelb, orangefarben bis dunkelbraun, glanzklar oder naturtrüb
Geschmack: fruchtiges Aroma mit Banane- und Pfirsichnoten,
zarte Würze von Nelken, erfrischend, spritzig und mild
Brauart: obergärig
Stammwürze: 11 – 14 % (Weizenstarkbiere bis 20 %)
Alkoholgehalt: 5 – 6 Vol.-%
Optimale Trinktemperatur: 8° Celsius
Speisen: Geflügel oder Meeresfrüchte, Salate, Nachspeisen

Dunkles Lagerbier/Export

Dunkles Lagerbier ist ebenfalls ein untergärig gebrautes Vollbier, das mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent dunklem Malz eingebraut wird. Wie bei den anderen dunklen Bieren ist das Malz für die Farbe des Bieres verantwortlich. Man trocknet es bei Temperaturen zwischen 100 und 110 Grad Celsius.
Exportbier kennt zudem drei klassische Varianten, die durch ihre regionale Herkunft bestimmt werden: Dortmunder Export hat eine kräftige, goldgelbe Farbe und den typischen malzigen Geschmack mit einer feinen Süße. Die Hopfung ist schmeckbar, aber weniger ausgeprägt als in den Bieren nach Pilsener Brauart. Erstmals wurde es von Heinrich Wenker im Jahr 1843 eingebraut. Auf dieser Grundlage entstanden später die Dortmunder Großbrauereien, die von dem Trend zu untergärigen Bieren profitierten.
Das klassische Münchner Export ist deutlich dunkler. Seine Farbe erhält es durch höhere Darrtemperaturen, die auch den Geschmack prägen. Münchner Exportbiere verdanken ihre Entstehung nicht zuletzt der Beschaffenheit des lokalen Wassers mit höheren Härtegraden.
Nur noch wenig verbreitet ist das Kupferfarbene Wiener Exportbier, das in seiner Farbgebung zwischen den Varianten aus Dortmund und München liegt. Es ist vergleichbar mit dem häufig unter dem Namen Märzen angebotenen Bieren.
Farbe: Karamellfarben bis dunkelbraun  
Geschmack: Feine Röst- und Karamellnoten, kräftig,
malzbetont, leicht gehopft, süße Noten 
Brauart: untergärig
Stammwürze: 11 – 12 % (Lager); ab 12 % (Export)
Alkoholgehalt: 4,6 – 5,6 Vol.-%
Optimale Trinktemperatur: 8° Celsius
Speisen: Herzhafte Speisen, Gegrilltes,
deftige Wurstspezialitäten

Schwarzbier

Die Ursprünge des dunklen Bieres lassen sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Das älteste bekannte Schwarzbier wurde im Jahr 1390 in Braunschweig gebraut. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus Thüringen. Hier und in den Regionen um Sachsen und Brandenburg sind Schwarzbiere bis heute am stärksten verbreitet. Im Mittelalter verschiffte man Schwarzbier sogar nach Indien und in die Karibik.
Bis zum Boom der untergärigen, hellen Biere und der Erfindung des Pilsener gehörte es zu den meistgebrauten Bieren in Deutschland. Damit hatte sich die Brau- und Mälztechnologie soweit verbessert, dass auch mit hellem, weniger intensiv gedarrtem Malz ein wohlschmeckendes Bier gebraut werden konnte. Mit der Verbreitung der Dortmunder und Pilsener Biere wurde das malzkräftige Gebräu weitgehend verdrängt. Doch mit dem Trend zu regionalen Spezialitäten kehrte das Schwarze zurück an den Stammtisch.
Die tiefdunkle Farbe lässt vermuten, dass es sich um ein Starkbier handelt, das trifft jedoch nicht zu. Die Farbgebung rührt von dem Einsatz der Zutaten mit dunklen Spezial- und Röstmalzen, die ihm einen ausgeprägten Röstmalzcharakter verleihen. Manche Schwarzbiere werden  auch mit Zuckercouleur eingebraut. 
Farbe: Kaffeefarben, dunkelbraun bis schwarz 
Geschmack: mittlere bis kräftige Röstmalzaromen,
feine Hopfenbittere
Brauart: untergärig
Stammwürze: mindestens 11%
Alkoholgehalt: zirka 5 Vol.-%
Optimale Trinktemperatur: 8° Celsius
Speisen: geröstetes, dunkles Fleisch,
Grillspezialitäten, traditionelle Wildgerichte

Bockbier/Doppelbockbier

Bockbiere stammen ursprünglich aus Norddeutschland. Der Überlieferung zufolge wurde das erste Bier dieser Art im Jahr 1351 in Einbeck bei Hannover Bier gebraut. Nachdem sich das Bier „nach einpöckscher Brauart“ auch im Süden etabliert hatte, passte sich sein Name dem bayerischen Sprachgebrauch an und wurde zum Bockbier. In den Klöstern nutzte man das kalorienstarke Bier zur Stärkung während der entbehrungsreichen Fastenzeit und braute es traditionell für das 40tägige Fasten vor Ostern. Doppelbockbiere sind in Bayern unverkennbar an ihrer Wortendung „-ator“ zu erkennen.
Bock- und Doppelbockbiere können als untergärige oder als obergärige Biere eingebraut und vergoren werden. Angeboten werden sie auch als helle oder dunkle Biere. Entsprechend abwechslungsreich sind sie im Geschmack. Ein Großteil der Bock- und Doppelbockbiere werden jedoch untergärig aus Gerstenmalz gebraut.
Die Bezeichnung Stark- oder Bockbier ist in Deutschland gesetzlich geschützt. Heute genießt man die saisonal eingebrauten Starkbiere zur Weihnachtszeit und im Frühjahr auch unter dem Namen Maibock. Das Bier für besondere Gelegenheiten wird in relativ kleinen Mengen produziert und benötigt eine gewisse Reifezeit.
Farbe: goldgelb, goldbraun oder dunkelbraun  
Geschmack: cremig und malzig, Kakaonoten, fruchtig, bittersüß, feine Röstaromen
Brauart: untergärig als Bock- und Doppelbock, obergärig als Weizenbock
Stammwürze: mindestens 16 %
Alkoholgehalt: 7 Vol.-% und mehr
Optimale Trinktemperatur: 8 – 10°Celsius
Speisen: kräftige und scharf gewürzte Speisen, Wildgerichte, Ente, reife Käsesorten, Schokoladendesserts 

Leichtbiere/Alkoholfreie Biere

Die Herstellung von alkoholfreien Bieren kann durch unterschiedliche Verfahrensweisen erfolgen. Analog zu dem Brauverfahren für Malzbier kann der Gärprozess verfrüht unterbrochen werden, so dass nicht die gesamte enthaltene Zuckermenge in Alkohol umgewandelt wird. Typische Bieraromen entstehen jedoch im Verlaufe der Gärung, so dass der Geschmack dieser Biere nicht immer den Erwartungen entspricht. Um den klassischen Biergeschmack zu erhalten, gibt es weitere Herstellungsmethoden: Man braut normale Vollbiere ein, deren Alkoholgehalt nachträglich entzogen wird. Diese Verfahren erfolgen durch Osmose, Dialyse, Vakuumdestillation oder Dünnschichtverdampfung.
Alkoholfreie Biere gibt es in Deutschland seit rund zwanzig Jahren. Diese Biere zeichnen sich durch günstige ernährungsphysiologische Eigenschaften aus. Man sollte jedoch beachten, dass sie nicht ganz frei von Alkohol sind. Die geringen Alkoholrestmengen sind erwünscht, da Alkohol als Lösungsvermittler für Aromastoffe dient. Die gesetzlich zulässige Grenze für die Deklaration „alkoholfrei“ liegt bei einem Alkoholgehalt von maximal 0,5 Vol.- Prozent.
Heute gibt es über 70 verschiedene Marken von alkoholfreien Bieren. Der jährliche Konsum dieser Biere liegt in Deutschland bei etwa 2,5 Millionen Hektolitern.
Farbe und Geschmack: je nach Biertyp in vielen Geschmacksvarianten von Weizen bis Kölsch    
Brauart: untergärig und obergärig
Stammwürze: 7 – 12 %
Alkoholgehalt: zirka 0,3 bis 0,4 Vol.- %
Optimale Trinktemperatur: 6 – 7° Celsius
Speisen: variabel je nach Biertyp  

Naturtrübe Biere

In Hochburgen der Braukunst wie Franken gibt es viele regionaltypische Spezialitäten. Dazu gehören die unfiltrierten und ungespundeten Keller- oder Zwickelbiere. Das bedeutet, dass während der Nachgärung des Bieres kein Gegendruck gegeben wird und ein großer Anteil der Kohlensäure entweichen kann.
Der Begriff Spunden stammt aus der historischen Tradition des Bierbrauens, als das Bier in großen Holzfässern reifte. Am Fass befand sich eine Öffnung, das so genannte Spundloch, aus dem die während der Lagerung entstehende Kohlensäure austreten konnte. Um einen Überdruck in den Fässern zu vermeiden, entfernte man den Holzzapfen (Spund). Dieses „ungespundete“ Bier enthält daher weniger Kohlensäure als andere Biere und ist sehr bekömmlich. Keller- und Zwickelbiere werden frisch getrunken.
Zoigl-Biere stammen aus der nördlichen Oberpfalz. Dieses ebenfalls naturtrübe Bier nach Pilsener Brauart wurde früher in den so genannten Kommunbrauhäusern hergestellt. Kommunerer waren Privatleute, die über das Braurecht verfügten und ihr Bier im Wohnzimmer ausschenkten. Wenn es frisch gebrautes Bier zu verkosten gab, brachte man ein Schild (Zoigl) an der Hausfassade an, um auf den Bierausschank hinzuweisen.
Farbe: naturtrüb; hell bis bernsteinfarben
Geschmack: mild und erfrischend,
vollmundig, hefearomatisch mit
ausgeprägtem Malzaroma
Brauart: untergärig
Stammwürze: 12 – 13 %
Alkoholgehalt: 4,5 bis 5,5 Vol.-%
Optimale Trinktemperatur: 8° Celsius
Speisen: Fränkische Spezialitäten   

 

Rauchbier

Rauchbiere werden nach einem Herstellungsverfahren erzeugt, das bis in das 17. Jahrhundert üblich war und heute nur noch sehr selten zu finden ist. Wenn das Malz aus klimatischen Gründen nicht in der Sonne getrocknet werden konnte, darrte man es über einem offenen Holzfeuer. In der Zeit der Industrialisierung wurde dieses Verfahren verdrängt, als Rauchfreie und kostengünstigere Heiz- und Trockenmethoden entwickelt wurden. Im fränkischen Bamberg wird das traditionsreiche Verfahren bis heute angewendet.
Schwelender Buchenrauch umströmt das Malz, bevor man es mit dem Hopfen im Sud vermischt. Rauchbiere reifen ohne Spundungsdruck, so dass sie weniger Kohlensäure enthalten, als andere Biere. Der Charakter von Rauchbieren ist von intensiven Malzaromen geprägt, die Bittere kräftiger ausgeprägt. Ein besonderes Kennzeichen ist die intensive Räuchernote. Heute gibt es wieder verschiedene Spielarten des Rauchbiers mit Rauchweizen oder saisonal eingebrautem Rauch-Doppelbock, die auch außerhalb Bambergs erzeugt werden. 
Farbe: Karamellfarben bis goldbraun
Geschmack: Toast, kräftige Malzaromatik, Karamell, ausgeprägte Rauchnoten, herb-würzig
Brauart: obergärig oder untergärig
Stammwürze: 11 – 14 %
Alkoholgehalt: 4,5 – 5,5 Vol.-%
Optimale Trinktemperatur: 8 – 10° Celsius
Speisen: Geräuchertes und Gegrilltes, Bacon, fränkische Wurstspezialitäten, mexikanische Küche

Porter

Aus dem angelsächsischen Sprachraum stammt der Name eines nahrhaften und dunklen Bieres, das traditionell von englischen Lastenträgern und Hafenarbeitern konsumiert wurde. Die deutsche Version des englischen Porters war hierzulande in der Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitet, auch weil die obergärige Bierspezialität durch ihre starke Hopfung und hohe Stammwürze sehr haltbar ist und hervorragend als Reiseproviant taugte.
Das dunkle Porter-Bier besitzt einen hohen Anteil an Hopfen und Malz und erhält seinen kräftigen Geschmack mit der feinherben Hopfennote während einer ausgiebigen Reifezeit. Der feine Schaum erinnert an Stoutbiere. Früher verschiffte man Porter-Biere über die Salzstraße und die Ostsee bis in die baltischen Länder. Heute werden sie von einigen deutschen Brauereien in ihrem Spezialitätensortiment geführt. Mit 16 Prozent Stammwürze und über sieben Prozent Alkohol zählt Porter zu den Starkbieren.
Farbe: dunkles Mahagoni, tiefbraun bis schwarz 
Geschmack: Mokka und Malznoten, feine Süße, leichte Bitternoten
Brauart: obergärig oder untergärig
Stammwürze: 16 – 18 %
Alkoholgehalt:
7 Vol.-% und mehr
Optimale Trinktemperatur:
8 – 10° Celsius
Speisen: Wildgerichte,
Schmorbraten,
schwarze Schokolade     

Saisonale und regionale Spezialitäten

Märzen: Eine Reihe von Bieren wird traditionell zu bestimmten Festtagen oder Zeiten eingebraut. Märzen ist eine Spezialität, die saisonal hergestellt wird. Wie der Name beschreibt, wurde es ursprünglich gegen Ende der Brausaison im Monat März eingebraut, damit es trotz fehlender Kühlmöglichkeiten möglichst lange in den Sommer hinein haltbar blieb. Märzen gehört zu den stärkeren Vollbieren, ist jedoch kein Starkbier. Man kennt helle und dunkle Märzenbiere.
Roggen/Dinkel: Bis in das 15. Jahrhundert verwendete man häufig
Roggenmalz für das Bierbrauen. Nach zahlreichen Missernten war
das rare Korn jedoch per Gesetz für das Brotbacken vorzusehen.
Die Brauereien ersetzten den Roggen durch Gerste, die für die Herstellung von anderen Nahrungsmitteln weniger geeignet ist. Seit 1988 wird die alte Brautradition des Roggen- und Dinkelbiers in Bayern wieder praktiziert.
Vollmond-Bier: Meist werden diese Biere etwas stärker eingebraut und mit Rohstoffen aus kontrolliertem Anbau erzeugt. In Vollmondnächten zelebrieren einige Brauereien das Einmaischen des Sudes mit einem Vollmondfest auf dem Brauereigelände.