Internationale DLG-Qualitätsprüfung für Speiseöle

Ob Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Kürbiskernöl – das Angebot an Speiseölen hat in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. In ihrer Vielfalt sind Speiseöle zu einem kulinarischen Aushängeschild einer abwechslungsreichen Genusskultur geworden. Dabei ist es vor allem ihre geschmackliche Vielseitigkeit, die sie in der Verbrauchergunst ganz vorne stehen lässt. Allerdings kann die sensorische Qualität, also der Geruch und Geschmack, von Speiseölen sehr unterschiedlich ausfallen. So hängt zum Beispiel die Qualität von Olivenölen nicht nur  von der Sorte und der Reife der Oliven ab. Auch die Wasserversorgung beim Wuchs oder die Art und Dauer der Lagerung nach der Ernte bis zur Verarbeitung sowie die Sauberkeit der Anlagen bei der Verarbeitung prägen den Geschmack und den Geruch des Olivenöls. Solche Besonderheiten berücksichtigen die DLG-Experten in der Qualitätsbewertung der Öle.

Alle prämierten Speiseöle

Getestet werden u.a. folgende Speiseöle

  • Olivenöle nativ extra,
  • kaltgepresste Rapsöle,
  • kaltgepresste Sonnenblumenöle,
  • kaltgepresste Kürbiskern- und Walnussöle.

Testmethode und Kriterien

Im Mittelpunkt der Prüfung steht die Bewertung der sensorischen Produktqualität, d.h. die Fehlerfreiheit hinsichtlich des Geruchs, Geschmacks sowie die Fruchtigkeit bzw. Nussigkeit und Ausgewogenheit der Speiseöle. Laboranalysen ergänzten die sensorischen Tests. Für die Vergabe der DLG-Medaillen spielte vor allem die Ausgewogenheit der Öle eine große Rolle, denn nur im harmonischen Zusammenspiel aller sensorischen Merkmale kann das Öl seinen Genusswert voll entfalten.