DLG-Qualitätsprüfung für Spirituosen

Sie zählen zu den Genuss-Klassikern unter den alkoholischen Getränken: Liköre, Brände, Whisky, Wodka, Gin oder Rum. Hinter vielen Produkten verbirgt sich eine zum Teil Jahrhundert alte, häufig regional geprägte Brennertradition. So testet die Zertifizierungsstelle auch jedes Jahr zahlreiche Spezialitäten regionaler Kleinbrennereien. Dazu zählen Tresterbrände, Obstbrände und Obstgeiste. Die Sensorik hat in der Experten-Prüfung einen besonderen Stellenwert für die Qualitätsbeurteilung. Denn für die Akzeptanz von Spirituosen ist vor allem ein „schmeckbares“ Geschmacksprofil ausschlaggebend. Um hier zu einem repräsentativen Ergebnis zu gelangen, setzte die DLG neben einem wissenschaftlich aktuellen Prüfschema nur erfahrene Experten für die Bewertung in den verschiedenen Spirituosen-Kategorien ein.

Getestet werden u.a. folgende Spirituosen:

Klarer, Wodka, Korn, Whisky/Whiskey, Rum, Branntwein, Weinbrand, Brände und Geiste, Enzian, Bärwurz, Gin, Kümmel, Aquavit, Bitter, Boonekamp und Liköre

Alle prämierten Spirituosen

Testmethode und Kriterien

Der DLG-Test gliedert sich in drei Teile: die Prüfung der Deklaration auf dem Etikett bezüglich der gesetzlichen Vorgaben, dem chemisch-physikalischen Test im Labor und der sensorische Analyse durch Experten. Die sensorische Analyse lässt auch Rückschlüsse auf die Qualität der Rohstoffe zu. So sind gesunde und reife Früchte für den Maischeprozess von besonderer Wichtigkeit. Auch das so genannte richtige Ansäuern der Fruchtmaischen und die Zugabe von Reinhefe sind weitere wichtige Faktoren für die Qualität, die sich in einem sensorischen Profil positiv oder negativ auswirken können. Von zentraler Bedeutung sind auch die optimalen Destillationsbedingungen sowie die korrekte und sorgfältige Trennung von Vor-, Mittel- und Nachlauf zum optimalen Zeitpunkt. Geschmackliche Eigenschaften können hier ein Indikator für Herstellungsfehler sein.