Geschmack in Worte fassen

An der ETH Zürich und an weiteren Schweizer Hochschulen wird seit 2003 geforscht, um den Geschmackswortschatz der deutschen Sprache in Form einer Datenbank zu erfassen. Neben den bekannten Geschmackswörtern „süß“, „sauer“, „bitter“ oder „salzig“ werden im Alltag bis zu 1.000 Wörter verwendet, um die Sinneswahrnehmungen rund ums Essen auszudrücken.


Diese umfassen Wörter, welche die Konsistenz („knusprig“, „cremig“), die Temperatur (häufig wertend wie „lauwarm“, „kalt“) und die Intensität („scharf“, „mild“, „geschmacklos“) beschreiben. Aber auch Aussagen über die Hedonik sind wichtig beim Reden über Essen: von „sehr gut“ über „lecker“ bis hin zu „ekelerregend“.


Von den rund 1.000 Geschmackswörtern des Deutschen sind jedoch nicht alle gleich relevant: Der zentrale Geschmackswortschatz des Deutschen umfasst ca. 30 Wörter für das alltägliche Reden über Geschmack.

Weitere Informationen: www.sensorysemantics.ch