Tipps für die Bierverkostung zuhause

Die Verkostung von Bier folgt ähnlichen Regeln, wie wir sie von der klassischen Weinverkostung kennen. Sortieren Sie die Biere in dieser Reihenfolge: Leichtere Biere mit geringerem Alkoholgehalt, dezenter Hopfung und zarten Röstaromen stehen vor den kräftigen Biertypen.

 
Servieren Sie die Biere nicht zu kühl, ideal ist eine Temperatur zwischen 10 und 13° Celsius. Das Bier sollte erst unmittelbar vor der Verkostung eingeschenkt werden. Am besten geeignet sind gute Weingläser, die den Duft und die Aromen der Biere hervorragend freigeben. Alle Störfaktoren wie Fremdgerüche, unzureichendes Licht und eine mangelnde Belüftung sollten ausgeschlossen werden. Mit drei Schritten nähert man sich der Beurteilung des Produkts:

  • Riechen: Zuerst sollte man den Duft des Bieres wahrnehmen, denn es gibt Aromen, die sich bereits nach kurzer Zeit verflüchtigen und es wäre schade, sie zu verpassen. Versuchen Sie, den Geruch mit etwas zu vergleichen, vielleicht erinnert er an Toast oder Blüten. Der Duft sollte aromatisch und angenehm sein. Häufig lassen sich fruchtige Nuancen und Getreidenoten ausmachen. Am besten lässt man das Glas zunächst stehen und schwenkt es. Man riecht hinein, bevor man einen ersten Schluck nimmt.
  • Sehen: Beschreiben Sie die Farbe des Bieres und notieren Sie Ihre Beobachtungen. Wenn Sie verschiedene Pilssorten verkosten, wird das Aussehen in der Regel hellgelb oder goldgelb und blank sein. Andere Sorten können bernsteinfarben, braun oder rötlich-schwarz sein. Die Intensität der Trübungen variiert zwischen klaren, filtrierten Produkten und der starken Hefetrübung, wie wir sie von Weizenbieren kennen. Der Schaum sollte feinporig sein und nicht zu rasch zusammenfallen.
  • Schmecken: Nehmen Sie einen kleinen Schluck auf die Zunge und schmecken Sie Grundaromen wie Süße und Säure. Die Bitternoten werden erst einen kurzen Augenblick später wahrgenommen. Nun folgt ein Vergleich des Geschmacks mit den bereits notierten Geruchseindrücken.
    Wichtig ist die Vollmundigkeit des Bieres. Ob es dünn und wässrig, schlank, vollmundig oder sehr vollmundig schmeckt, spielt eine wichtige Rolle.
    Beschreiben Sie das Mundgefühl: den Körper, den Kohlensäuregehalt, die Adstringenz und Viskosität. Wichtig ist auch der Nachhall, er kann kurz sein oder langanhaltend.


Vokabeln für diese ersten Eindrücke sind „weich“ oder „herb“, „hopfenbetont“, „malzig“ oder „fruchtig“. Nehmen Sie einen zweiten Schluck und spülen Sie das Bier im Mund. Versuchen Sie, weitere Aromen zu entdecken und zu beschreiben.


Mit Ihren Notizen macht eine anschließende Diskussion mit den Verkostungsteilnehmern umso mehr Spaß.