Mineralwasser

Im Jahr 2011 konsumierten die Verbraucher nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen e.V. 135,5 Liter Mineralwasser pro Kopf. 2010 waren es noch 130,9 Liter und vor vier Jahrzehnten lag der durchschnittliche Verbrauch in Deutschland bei nur etwa 12 Litern. Damit ist das in Flaschen abgefüllte Wasser heute das beliebteste alkoholfreie Getränk der Deutschen.
Nach der deutschen Mineral- und Tafelwasserverordnung sind natürliche Mineralwässer gekennzeichnet durch ihre ursprüngliche Reinheit, ihre charakteristische Eigenart (insbesondere ein hoher Gehalt an Mineralien und Spurenelementen) und in bestimmten Fällen ihren Wirkungen. Diese Merkmale müssen innerhalb der möglichen, natürlichen Schwankungen gewahrt bleiben und von der zuständigen Behörde anerkannt werden. Das Etikett muss über die analytische Zusammensetzung informieren, den Namen der Quelle und den Ort der Gewinnung angeben sowie Angaben über jegliche Behandlung des Wassers enthalten.


Abhängig von ihrem natürlichen oder zugesetzten Gehalt an Kohlensäure unterscheidet man folgende Mineralwässer:

  • Natürliches Mineralwasser
  • Natürliches, kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • Natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure versetzt
  • Natürliches Mineralwasser mit eigener Quellkohlensäure versetzt
  • Säuerling (natürlicher Gehalt an Kohlensäure über 250 mg/l)

Stilles Mineralwasser enthält von Natur aus keine oder wenig Kohlensäure bzw.  die Kohlensäure wurde entzogen.
Natürliche Mineralwässer entstehen aufgrund von Niederschlägen, die in den Boden gelangen und auf dem Weg durch verschiedene Gesteinsschichten mit wasserlöslichen Mineralien und Kohlensäure angereichert werden. Damit variiert der Gehalt an Mineralien aufgrund der unterschiedlichen geologischen Voraussetzungen.

Der gesunde und kalorienfreie Durstlöscher ist mit zahlreichen Mineralien und Spurenelementen unentbehrlich für den menschlichen Körper. Er enthält unter anderem Calcium, Magnesium, Eisen, Natrium, Fluor und Hydrogencarbonat. Ein täglicher Konsum von rund zwei Litern wird als günstig bezeichnet.  
Heute sind kohlensäurearme oder kohlensäurefreie Mineralwässer im Trend. Während der Zusatz früher zur Konservierung unerlässlich war, ermöglichen die technischen Voraussetzungen inzwischen eine hygienische Abfüllung und lange Haltbarkeit auch ohne Kohlensäure.  
Der Anteil an Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Kalium beeinflusst den Geschmack eines Wassers. Je höher dieser Anteil ist, desto kräftiger schmeckt es.  Auch der unterschiedlich hohe Gehalt an Kohlensäure bestimmt die sensorische Wahrnehmung von Wasser. Stilles Wasser ist schmeckt mild und weich, weil der Mineraliengehalt niedrig ist und keine Kohlensäure zugesetzt wurde. Ein stark kohlensäurehaltiges Wasser wirkt hart und sauer.
Die Wahl des Wassers beeinflusst auch Speisen. Zu feinen Gerichten empfiehlt sich ein Mineralwasser mit niedrigem Mineralstoffanteil und wenig Kohlensäure. Kräftige Speisen wie geschmortes oder gegrilltes Fleisch vertragen dagegen auch ein stark kohlensäurehaltiges Wasser.
Mineralwasser sollte kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Im Kühlschrank ist es nach Anbruch der Flasche für einige Tage haltbar. In Glasflaschen abgefülltes und verschlossenes Wasser kann für drei bis vier Jahre haltbar bleiben. Wasser aus PET-Flaschen sollte dagegen nach etwa einem Jahr aufgebraucht werden.